Die Details zum BITKOM Smart City Ranking 2025
Die BITCOM unterzieht jährlich die als Smart Cities angemeldeten deutschen Großstädte in einer Studie hinsichtlich ihrer Digitisierungsprozesse für Verwaltung und Bürgerschaft. Genau das bedeutet im Wesentlichen die Definition von Smart Citites. Daraus wird ein Ranking abgeleitet. Im BITKOM Ranking tragen fünf wesentliche Kriterien auf Basis einer mit Vergleichsanalyse zur Platzierung der Städte bei. Die Kategorien der BITKOM Studie zur Bewertung der Smart Cities lauten wie folgt: Verwaltung, IT/Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Bildung und Gesellschaft.
Diese fünf Kategorien sind noch mit vertiefenden Details unterlegt. So werden bei Verwaltung zum Beispiel interne Prozesse, Online-Terminvergabe, Internetauftritt Serviceportale und Bevölkerungsanliegen bewertet. Bei IT/Kommunikation geht es vorrangig um Breitbandausstattung, Open Data Anbindungen sowie Datenportale. Bei Energie, Umwelt und Mobilität wird bewertet, inwieweit diese Vorhaben vorangetrieben wurden. Gesellschaft und Bildung untersuchte Digitalisierungskonzepte für die Bildung, allgemeine Digitalkompetenz, StartUp-Hubs, CoWorking sowie Bürgerbeteiligung.
Digitale Barrierefreiheit leider vernachlässigt
Vergebens aber haben wir in der BITKOM Studie nach Inklusion oder digitale Barrierefreiheit der Smart Cities gesucht. In der Tat wurde das Thema vernachlästigt – wie man selber sehen kann. Nur im Kontext von Beteilgungsplattformen fand das Wort Barrierefreiheit Erwähnung. Dass aber Barrierefreiheit ein ganzheitlicher Aspekt für alle Bereiche ist, der Teilhabe der gesamten Bürgerschaft sicherstellt, schien unklar zu sein.
Unsere Studie zur Barrierefreiheit der 83 Städte des BITKOM Smart City Ranking
Aufgrund der Wichtigkeit von gelingender Inklusion haben wir von HeiReS der Barrierefreiheit der Webseiten dieser 83 Städte eigene Studie zu gewidmet. Die Städte-Webseiten dieser 83 Städte haben wir im März sowie im Oktober 2025 auf ihre digitale Barrierefreiheit hin untersucht. Die Ergebnissse haben wir sogar im Januar 2026 noch mal aktuallisiert.
Dabei sind wir nach den Methodiken und Qualitätsansprüchen wie bei einer ordentlichen Studie vorgegangen: unabhängig, ergebnisoffen, repräsentativ.
In einer neutralen Untersuchung die Städtewebseiten unserem selbstentwickelten Barrierefreiheits-Kurzcheck unterzogen. Das erfolgte als manuelle Prüfung durch unserer Experten für jede Stadt im Einzelnen an deren Städte-Webseiten. Dabei wurde entlang von klaren Fragenstellungen verschiedene Aspekte der Barrierefreiheit überprüft. Der HeiReS-Schnelltest zur Barrierefreiheit einer Webseite besteht aus den nachfolgenden zehn Fragestellungen, welche wahlweise mit Ja oder Nein zu bewerten sind. Insbesondere bei Nein-Bewertungen wird die Begründung in ein Kommentarfeld eingetragen.
Die 10 Kriterien unserer Kurz-Analysen zu Barrierefreiheit
- Die Webseite hat die nötige Erklärung zu Barrierefreiheit. Diese ist detailliert und aktuell.
- Für betroffene Menschen gibt es Texte in Leichter oder zumindest in Einfacher Sprache.
- Blinde Menschen können sich die Webseite über einen Screen-Reader vorlesen lassen und per Tastatur bedienen.
- Alle enthaltenen Videos und Audios verfügen über Untertitel und Textvarianten für gehörlose Menschen.
- Die auf der Internetseite veröffentlichten PDFs sind ebenfalls barrierefrei umgesetzt – nachweislich per PAC-Standard.
- Die Inhalte, Informationen, Vorgänge und Leistungen sind auch für Senioren verständlich und nutzbar ohne Hürden.
- Die Informationen, Formulare und Dokumente sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
- Die IT-Abteilung steht im aktiven Austausch mit den Beauftragten für Inklusion und Menschen mit Behinderungen.
- Alle Elemente der Webseite sind gut sichtbar, lesbar und wahrnehmbar – auch für Menschen mit Einschränkungen.
- Es wird ein entsprechendes Content-Management-System für die barrierefreie Umsetzung der Webseite genutzt.
Weiterverarbeitung und Nutzwert der Studie
Nach der Überprüfung entlang der Fragestellung wurden die erfüllten Kriterien addiert mit je zehn Prozentpunkten. Daraus ergibt sich ein entsprechendes Fazit verbunden mit passenden Empfehlungen. Das Prüfergebnis sowie Wert und Empfehlungen der jeweiligen Stadt haben wir schriftlich festgehalten in einem entsprechenden sogar barrierefreien PDF-Formular. Diese Detailergebnisse werden wir der Nachvollziehbarkeit der Studiengrundlagen den Städten oder Interessierten gerne zur Verfügung stellen. Zudem werden wir sie an zuständige Stellen übersenden.
Nach erfolgter Einzelprüfung haben wir die Ergebnisse übersichtlich zusammengetragen, so dass klare Vergleichbarkeiten entstehen. In einem Fazit haben wir dann noch sinnhafte allgemeine Handlungsempfehlungen für die Städte formuliert, die konkret zu ihrem Grad der Barrierefreiheit passen und damit hilfreich sind. Alles Einstufungen sowie Empfehlungen sind in der Studie entsprechend übersichtlich dokumentiert. Das bietet damit nicht nur Nutzwert für die Städte selber, sondern für jede Stadt oder Landkreis, die sich um Barrierefreiheit bemühen. Auch der lokalen Presse werden wir die Studie zur Verfügung stellen, damit sich der Nutzen insbesondere für die betroffene bürgerschaft durch mehr Barrierefreiheit vergrößert.
Kostenfreie weitere Unterstützung für diese 83 Städte
Die im Rahmen dieser Studie untersuchten Städte unterstützen wir gerne bei der Umsetzung der geforderten Barrierefreiheit als Teil unserer Inklusionsinitiative. Daher werden wir unsere Analysen kostenfrei und unverbindlich teilen, damit sie den Städten bei Inklusionsvorhaben helfen.
Wenn bei unserem Barrierefreiheits-Kurzcheck noch Punkte mit nein beantwortet waren, entsteht dann nämlich Handlungsbedarf für Barrierefreiheit. Diese Punkte müssen bei Webseiten von Städten eigentlich behoben werden, um die nach BGG geforderte Barrierefreiheit bieten zu können. Im Rahmen unserer Initiative für Inklusion erhalten nun alle Städte von uns per Mail kostenfrei das barrierefreie PDF mit ihrer individuellen Kurzanalyse. Das ist als Unterstützung für mehr Barrierefreiheit und gelingende Inklusion gedacht.
Ergänzend dazu erhalten die Städte ebenfalls kostenfrei unser Magazin „Barrierefreiheit für Stadt, Land und Öfffentliche Hand“. Dieses Fachmagazin enthält neben unseren Analysen der Smart Cities viel Nützliches zur Umsetzung von Barrierefreiheit wie praktische Leitfäden, Erklärung der BITV-Prinzipien und Best Practices.
Natürlich werden wir für ein kostenfreies persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung stehen. Mit uns an der Seite können diese Städte so den nächsten Schritt in Richtung einer Smart City mit Herz für alle Bürgerinnen und Bürger gehen.