Studie zur Barrierefreiheit der Smart Cities des BITKOM Ranking 2025

Jährlich bewertet die BITKOM  von deutsche als Smart Cities ausgewiesene Großstädte im Rahmen einer Studie und vergibt ein Smart City Ranking für insgesamt 83 Städte. Bei dieser Studie ist das Thema digitale Barrierefreiheit und damit die Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen aber leider kaum beachtet worden.

Wir von HeiReS haben mit unsere Experten für Barrierefreiheit daher im unternehmerischen Ehrenamt alle Webseiten dieser 83 Städte auf ihre Barrierefreiheit geprüft. Anhand von zehn konkreten Fragestellungen haben wir jede Städte-Webseite einem selbst entwickelten manuellen Kurzcheck auf Barrierefreiheit unterzogen.

Das Fazit  zur Barrierefreiheit der 83 Smart Cities

Das Fazit unserer detaillierten Studie zur Barrierefreiheit der Städte-Webseiten von den 83 Städten des BITKOM Smart City Rankings 2025 ist leider recht traurig. Der größte Teil dieser Städte-Webseiten war Ende 2025 nur zwischen 30 bis 60 Prozent barrierefrei. Damit sind diese Webseiten nur schwierig bzw. kaum von Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen nutzbar. Mit einfachen Maßnahmen könnte das verbessert werden.

Einen Lichtblick bieten die Städte-Webseiten von Hamburg, Stuttgart, Salzgitter, Potsdam und Saarbrücken mit immerhin 70 % Barrierefreiheit. Das ist schon recht gut. Um wirklich von hundertprozentiger Barrierefreiheit und Zugänglichkeit zu sprechen, könnten man sicherlich Verbesserungen vornehmen. Insbesondere sollte man diesen Grad an Barrierefreiheit positiv herausstellen und als Leuchtturm-Projekte zeigen nach außen.

Das traurige Schlusslicht bilden die Städte-Webseiten der Städte Hildesheim, Mülheim, Gelsenkirchen, Erlangen und Recklinghausen mit nur 20 % Barrierefreiheit. Damit erfüllen sie die gesetzlichen Anforderungen aus Onlinezugangsgesetz und Behindertengleichstellungsgesetz im Grunde nicht. So sind von Einschränkungen betroffene Menschen häufig aus der Teilhabe des Stadtlebens ausgeschlossen. Eine Sicherung der Barrierefreheit ist nötig.

Falls Sie zu den von uns auf Barrierefreiheit untersuchten 83 Städten des BITKOM Smart City Ranking 2025 gehören, fragen Sie gerne per E-Mail an beratung@heires.net unsere detaillierte Auswertung für Ihre Stadt an. Wir lassen Sie Ihnen diese gerne kostenfrei und unverbindlich zukommen – sowohl per Mail als auch per Post. Diese Auswertung sowie wird Ihnen als Stadt dabei helfen, Ihre digitale Barrierefreiheit besser in den Griff zu bekommen.

Smart City Ranking der BITKOM 2025 Mann mit Checkliste vor einem Desktop PC. KI-generiertes Bild mit Adobe FireFly #digitaleBarrierefreiheit Jetzt Inklusion aktiv mitgestalten!

Die 15 besten Bewertungen aus unserer Studie zur Barrierefreiheit der Städte Webseiten

StadtBITKOM-Smart-City-Rang 2025Barrierefreiheits-RangBarrierefreiheit laut StudieWCAG-KonformitätswertBarrierefreiheits-Score
Köln4180 %84,282,1
München1280 %81,380,65
Hamburg2370 %87,578,75
Stuttgart3470 %82,876,4
Nürnberg8570 %76,873,4
Bremen42670 %72,871,4

Die Details zum BITKOM Smart City Ranking 2025

Die BITCOM unterzieht jährlich die als Smart Cities angemeldeten deutschen Großstädte in einer Studie hinsichtlich ihrer Digitisierungsprozesse für Verwaltung und Bürgerschaft. Genau das bedeutet im Wesentlichen die Definition von Smart Citites. Daraus wird ein Ranking abgeleitet. Im BITKOM Ranking tragen fünf wesentliche Kriterien auf Basis einer mit Vergleichsanalyse zur Platzierung der Städte bei. Die Kategorien der BITKOM Studie zur Bewertung der Smart Cities lauten wie folgt: Verwaltung, IT/Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Bildung und Gesellschaft.

Diese fünf Kategorien sind noch mit vertiefenden Details unterlegt. So werden bei Verwaltung zum Beispiel interne Prozesse, Online-Terminvergabe, Internetauftritt Serviceportale und Bevölkerungsanliegen bewertet. Bei IT/Kommunikation geht es vorrangig um Breitbandausstattung, Open Data Anbindungen sowie Datenportale. Bei Energie, Umwelt und Mobilität wird bewertet, inwieweit diese Vorhaben vorangetrieben wurden. Gesellschaft und Bildung untersuchte Digitalisierungskonzepte für die Bildung, allgemeine Digitalkompetenz, StartUp-Hubs, CoWorking sowie Bürgerbeteiligung.

Digitale Barrierefreiheit leider vernachlässigt

Vergebens aber haben wir in der BITKOM Studie nach Inklusion oder digitale Barrierefreiheit der Smart Cities gesucht. In der Tat wurde das Thema vernachlästigt – wie man selber sehen kann. Nur im Kontext von Beteilgungsplattformen fand das Wort Barrierefreiheit Erwähnung. Dass aber Barrierefreiheit ein ganzheitlicher Aspekt für alle Bereiche ist, der Teilhabe der gesamten Bürgerschaft sicherstellt, schien  unklar zu sein.

Unsere Studie zur Barrierefreiheit der 83 Städte des BITKOM Smart City Ranking

Aufgrund der Wichtigkeit von gelingender Inklusion haben wir von HeiReS der Barrierefreiheit der Webseiten dieser 83 Städte eigene Studie zu gewidmet. Die Städte-Webseiten dieser 83 Städte haben wir im März sowie im Oktober 2025 auf ihre digitale Barrierefreiheit hin untersucht. Die Ergebnissse haben wir sogar im Januar 2026 noch mal aktuallisiert.

Dabei sind wir nach den Methodiken und Qualitätsansprüchen wie bei einer ordentlichen Studie vorgegangen: unabhängig, ergebnisoffen, repräsentativ.

In einer neutralen Untersuchung die Städtewebseiten unserem selbstentwickelten Barrierefreiheits-Kurzcheck unterzogen. Das erfolgte als manuelle Prüfung durch unserer Experten für jede Stadt im Einzelnen an deren Städte-Webseiten. Dabei wurde entlang von klaren Fragenstellungen verschiedene Aspekte der Barrierefreiheit überprüft. Der HeiReS-Schnelltest zur Barrierefreiheit einer Webseite besteht aus den nachfolgenden zehn Fragestellungen, welche wahlweise mit Ja oder Nein zu bewerten sind. Insbesondere bei Nein-Bewertungen wird die Begründung in ein Kommentarfeld eingetragen.

Die 10 Kriterien unserer Kurz-Analysen zu Barrierefreiheit

  1. Die Webseite hat die nötige Erklärung zu Barrierefreiheit. Diese ist detailliert und aktuell.
  2. Für betroffene Menschen gibt es Texte in Leichter oder zumindest in Einfacher Sprache.
  3. Blinde Menschen können sich die Webseite über einen Screen-Reader vorlesen lassen und per Tastatur bedienen.
  4. Alle enthaltenen Videos und Audios verfügen über Untertitel und Textvarianten für gehörlose Menschen.
  5. Die auf der Internetseite veröffentlichten PDFs sind ebenfalls barrierefrei umgesetzt – nachweislich per PAC-Standard.
  6. Die Inhalte, Informationen, Vorgänge und Leistungen sind auch für Senioren verständlich und nutzbar ohne Hürden.
  7. Die Informationen, Formulare und Dokumente sind in verschiedenen Sprachen verfügbar.
  8. Die IT-Abteilung steht im aktiven Austausch mit den Beauftragten für Inklusion und Menschen mit Behinderungen.
  9. Alle Elemente der Webseite sind gut sichtbar, lesbar und wahrnehmbar – auch für Menschen mit Einschränkungen.
  10. Es wird ein entsprechendes Content-Management-System für die barrierefreie Umsetzung der Webseite genutzt.

Weiterverarbeitung und Nutzwert der Studie

Nach der Überprüfung entlang der Fragestellung wurden die erfüllten Kriterien addiert mit je zehn Prozentpunkten. Daraus ergibt sich ein entsprechendes Fazit verbunden mit passenden Empfehlungen. Das Prüfergebnis sowie Wert und Empfehlungen der jeweiligen Stadt haben wir schriftlich festgehalten in einem entsprechenden sogar barrierefreien PDF-Formular.  Diese Detailergebnisse werden wir der Nachvollziehbarkeit der Studiengrundlagen den Städten oder Interessierten gerne zur Verfügung stellen. Zudem werden wir sie an zuständige Stellen übersenden.

Nach erfolgter Einzelprüfung haben wir die Ergebnisse übersichtlich zusammengetragen, so dass klare Vergleichbarkeiten entstehen. In einem Fazit haben wir dann noch sinnhafte allgemeine Handlungsempfehlungen für die Städte formuliert, die konkret zu ihrem Grad der Barrierefreiheit passen und damit hilfreich sind. Alles Einstufungen sowie Empfehlungen sind in der Studie entsprechend übersichtlich dokumentiert. Das bietet damit nicht nur Nutzwert für die Städte selber, sondern für jede Stadt oder Landkreis, die sich um Barrierefreiheit bemühen. Auch der lokalen Presse werden wir die Studie zur Verfügung stellen, damit sich der Nutzen insbesondere für die betroffene bürgerschaft durch mehr Barrierefreiheit vergrößert.

Kostenfreie weitere Unterstützung für diese 83 Städte

Die im Rahmen dieser Studie untersuchten Städte unterstützen wir gerne bei der Umsetzung der geforderten Barrierefreiheit als Teil unserer  Inklusionsinitiative. Daher werden wir unsere Analysen kostenfrei und unverbindlich teilen, damit sie den Städten bei Inklusionsvorhaben helfen.

Wenn bei unserem Barrierefreiheits-Kurzcheck noch Punkte mit nein beantwortet waren, entsteht dann nämlich Handlungsbedarf für Barrierefreiheit. Diese Punkte müssen bei Webseiten von Städten eigentlich behoben werden, um die nach BGG geforderte Barrierefreiheit bieten zu können. Im Rahmen unserer Initiative für Inklusion erhalten nun alle Städte von uns per Mail kostenfrei das barrierefreie PDF mit ihrer individuellen Kurzanalyse. Das ist als Unterstützung für mehr Barrierefreiheit und gelingende Inklusion gedacht.

Ergänzend dazu erhalten die Städte ebenfalls kostenfrei unser Magazin „Barrierefreiheit für Stadt, Land und Öfffentliche Hand“. Dieses Fachmagazin enthält neben unseren Analysen der Smart Cities viel Nützliches zur Umsetzung von Barrierefreiheit wie praktische Leitfäden, Erklärung der BITV-Prinzipien und Best Practices.

Natürlich werden wir für ein kostenfreies persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung stehen. Mit uns an der Seite können diese Städte so den nächsten Schritt in Richtung einer Smart City mit Herz für alle Bürgerinnen und Bürger gehen.

Das Ergebnis aller 83 Städte-Webseiten im Umblick

Hier finden Sie das detaillierte Ergebnis unserer Auswertung der von 2025 zur Umsetzung der Barrierefreiheit der Städte-Webseiten aller 83 Smart Cities der BITKOM Studie.

StadtBITKOM-Smart-City-Rang 2025Barrierefreiheits-RangBarrierefreiheit laut StudieWCAG-KonformitätswertBarrierefreiheits-Score
Köln4180 %84,282,1
München1280 %81,380,65
Hamburg2370 %87,578,75
Stuttgart3470 %82,876,4
Nürnberg8570 %76,873,4
Bremen42670 %72,871,4
Bonn38760 %79,669,8
Hannover7860 %78,469,2
Aachen16970 %67,968,95
Leipzig91060 %75,267,6
Mainz511160 %71,565,75
Darmstadt171260 %70,365,15
Münster221370 %57,663,8
Berlin331450 %77,163,55
Mannheim241560 %66,563,25
Wiesbaden271660 %65,862,9
Dortmund231760 %63,761,85
Dresden181860 %60,460,2
Karlsruhe201950 %68,459,2
Düsseldorf62040 %75,957,95
Oldenburg342170 %45,657,8
Fürth572280 %35,357,65
Frankfurt am Main252340 %74,157,05
Wolfsburg402480 %3457
Potsdam292570 %43,156,55
Essen152650 %62,156,05
Magdeburg762760 %50,855,4
Bochum52840 %69,154,55
Saarbrücken462970 %37,953,95
Lübeck193050 %56,253,1
Ludwigshafen523160 %46,253,1
Leverkusen743260 %43,851,9
Duisburg473350 %53,751,85
Kiel313450 %53,251,6
Mönchengladbach303550 %52,551,25
Offenbach am Main493660 %42,551,25
Chemnitz713750 %51,950,95
Freiburg133840 %61,850,9
Neuss563960 %41,850,9
Hagen674060 %41,250,6
Paderborn364160 %40,550,25
Reutlingen504270 %29,549,75
Mülheim an der Ruhr634360 %39,249,6
Halle734450 %48,849,4
Heilbronn374560 %38,649,3
Augsburg214640 %58,349,15
Erfurt664750 %47,548,75
Würzburg644860 %37,348,65
Kassel444950 %46,948,45
Bremerhaven585060 %36,648,3
Ulm115140 %55,847,9
Erlangen755270 %24,947,45
Regensburg125360 %34,747,35
Koblenz435450 %44,547,25
Rostock605540 %54,347,15
Bielefeld455630 %64,247,1
Braunschweig355740 %53,846,9
Krefeld415840 %50,145,05
Kaiserslautern685960 %30,145,05
Wuppertal326040 %49,544,75
Trier146160 %28,844,4
Gütersloh806260 %25,642,8
Osnabrück266340 %45,142,55
Solingen536440 %44,342,15
Ingolstadt286560 %2241
Hamm616640 %39,939,95
Remscheid826760 %19,439,7
Oberhausen626830 %48,239,1
Moers786950 %28,239,1
Salzgitter837060 %18,139,05
Jena547150 %26,938,45
Herne397250 %26,238,1
Hildesheim797340 %3638
Heidelberg107440 %33,436,7
Göttingen557540 %32,736,35
Pforzheim597640 %31,435,7
Gelsenkirchen487720 %51,235,6
Bottrop657840 %30,835,4
Cottbus817950 %20,735,35
Hanau708010 %59,934,95
Siegen698140 %27,533,75
Bergisch Gladbach778230 %24,327,15
Recklinghausen728320 %32,126,05